Was ist der Unterschied, was siehst du tatsächlich – und was passt besser zu deinem KMU (oder deinem Kunden)? Mit Entscheidungs-Matrix + Copy/Paste-Checkliste. Technisch — keine Rechtsberatung.
Technischer Guide. Zulässigkeit ist länder- und fallabhängig — bitte mit qualifizierter Rechtsberatung klären.
Live-Grid = „Radar“ für viele PCs. Für operative Klarheit (Support/QA/Schulung) — nicht als Dauerbeobachtung.
Viele KMUs starten mit der gleichen Frage: „Sollen wir Zeiterfassung einführen… oder Live-Screen-Monitoring?“
Online wirkt es oft so, als wäre das „das Gleiche“. In der Praxis lösen beide Ansätze jedoch unterschiedliche Probleme und liefern unterschiedliche Belege.
Dieser Artikel ist für KMU-Owner/Manager und IT-Dienstleister/MSPs, die firmenkontrollierte Windows-PCs betreuen. Du lernst, was du bei beiden Ansätzen wirklich siehst, wo sie scheitern, und wie du eine saubere Entscheidung triffst, ohne ein komplexes Monitoring-Monster zu bauen.
Compliance- & rechtlicher Hinweis (keine Rechtsberatung): Monitoring ist rechtlich sensibel und hängt von Land, Use Case (z.B. Schulung/QA/Security), Verträgen sowie Informations- und Einwilligungspflichten ab. Dieser Beitrag ist nur technische und organisatorische Information. Bitte hole vor einem Rollout unabhängige Rechtsberatung in allen relevanten Ländern ein und setze Policies, Transparenzmaßnahmen und Zugriffskontrollen um.
Wenn Teams über „Zeiterfassung vs Monitoring“ streiten, vergleichen sie oft Äpfel mit Birnen. Hier ist die saubere technische Trennung:
Zeiterfassung = Abrechnung & Planung. Live-View = operative Sichtbarkeit. Überlappung ja — aber nicht dasselbe Tool.
Das ist der Praxis-Teil, der bei vielen Kaufentscheidungen fehlt: Was bekommst du als Admin wirklich zu sehen?
Limit: Zeiterfassung zeigt selten „was passiert jetzt“ mit hoher Klarheit. Screenshots sind oft intervallbasiert (z.B. alle 5–10 Minuten), teilweise geblurrt oder ohne Kontext.
| Welche Frage willst du beantworten? | Zeiterfassung | Live-Screen-Monitoring |
|---|---|---|
| Wie viele Stunden auf Projekt X? | Best | Nicht dafür gebaut |
| Was passiert auf PC Y gerade? | Schwach/indirekt | Best |
| Hängt jemand wegen Zugriff/Tool-Problem? | Indirekt | Stark (Errors/Dialogs sichtbar) |
| QA-Review in Support/Call Center | Manchmal | Stark (live + optional history) |
| Billing/Invoice-Workflow | Stark | Keine Billing-Suite |
| Schnelle Incident-Klärung | Manchmal (Logs/Alerts) | Stark (visuelle Bestätigung) |
Beides kann falsch eingesetzt werden. Sicherer ist: Zweck definieren, Scope begrenzen, Zugriff restriktiv und trigger-basiert nutzen (und immer legal prüfen lassen).
Grid-Ansicht: viele Screens schnell überblicken, dann gezielt reinzoomen.
Nutze diese Matrix, um Tool-Chaos zu vermeiden — als KMU oder als MSP für Kunden.
ZWECK (max 1–2 auswählen): [ ] Abrechnung & Projektcontrolling (Zeiterfassung) [ ] Schulung/Onboarding (Live-View) [ ] Qualitätssicherung (Live-View / optional History) [ ] Incident-Klärung (trigger-basierte Checks) SCOPE: - Geräte: nur firmenkontrollierte Windows-PCs - Viewer-Rollen: ____ - Trigger-Regel (wann wird geschaut): ____ - Retention (falls History aktiv): ____ (mit Legal/Policy definieren)
Operative Vorlage. Recht/Transparenz/Einwilligung mit qualifizierter Rechtsberatung klären.
Der größte Fehler ist ein Stack, den niemand pflegt. Hier ist ein schlankes Hybrid-Setup, das in vielen KMUs funktioniert:
Viele nutzen Remote Desktop, obwohl sie nur Sichtbarkeit wollen. Remote Desktop stört oft, braucht Infrastruktur und ist nicht für 10–50 PCs gleichzeitig gedacht. Live-View ist häufig die leichtere „view-only“ Alternative für Support/QA/Training.
Einzelansicht: perfekt für Detail (Training/QA/Incident) — nicht als Dauer-View.
Für MSPs ist die Frage „Zeiterfassung oder Monitoring?“ auch Packaging: Kunden wollen Outcomes — Klarheit, bessere QA, schnellerer Support.
RFP / REQUIREMENTS — SMB VISIBILITY ZIELE (max 2) [ ] Abrechnung/Zeiterfassung [ ] QA/Training Sichtbarkeit [ ] Remote-Team Oversight (operativ) [ ] Incident-Klärung / Security-Kontext TECHNISCH [ ] Firmenkontrollierte Windows-PCs [ ] View-only Option (kein Remote Control nötig) [ ] Zentrales Dashboard (Grid für viele PCs) [ ] Optional: Screenshot-History mit Intervall & Löschung [ ] HTTPS/TLS in transit [ ] Zugriffskontrolle (Least Privilege) [ ] Einfacher Rollout (silent / zentral) OPERATIV [ ] Trigger-basierter Workflow (nicht Dauerbeobachtung) [ ] Rollenmodell: wer sieht was [ ] Zweck + Scope pro Device-Gruppe dokumentiert [ ] Retention definiert (falls History aktiv) COMPLIANCE (durch Kunde/Legal) [ ] Zulässigkeit pro Land/Use Case geklärt [ ] Info-/Einwilligungsregeln geklärt [ ] Interne Policy/BR Schritte (falls relevant)
Operativ. Recht/HR/Privacy muss in jedem Land separat mit qualifizierter Beratung geklärt werden.
Wenn du schnell Ergebnisse willst: nicht mit 200 PCs starten. Starte klein und sauber.
TAG 0 (PREP) - Zweck definieren (max 2): Training / QA / Incident / Billing - Scope: 10–25 firmenkontrollierte Windows-PCs - Viewer-Rollen & Zugriff definieren - Recht/Policy Steps mit Counsel klären (landabhängig) TAG 1 (SETUP) - Tools installieren (Zeiterfassung und/oder Live-View) - PCs sauber benennen (Team-Rolle-Standort) - Live-Dashboard Office + Remote testen TAG 2–3 (WORKFLOW) - Trigger-Regel festlegen (wann wird geschaut) - Supervisors kurz schulen (Triage → Action) - 3–5 Beobachtungen dokumentieren (nur Fakten) TAG 4–5 (IMPROVE) - Bottlenecks identifizieren: Access, Tools, SOP, Rework - 1 Coaching/Training Session ableiten TAG 6 (REVIEW) - Was wurde gelöst? - Was ist zu noisy → deaktivieren? - Welche PCs brauchen History wirklich? TAG 7 (DECISION) - Choose: Zeiterfassung / Live-View / Hybrid - Scope nur erweitern, wenn Workflow stabil
Nur nutzen, wenn rechtlich zulässig. Transparenzpflichten & Einwilligungen beachten (landabhängig).
Das Video erklärt den Unterschied praxisnah und zeigt, was du wirklich im Live-Dashboard siehst im Vergleich zu Zeit-Reports.
Reminder (keine Rechtsberatung): Monitoring nur nutzen, wenn es im Land und Use Case zulässig ist. Wo erforderlich: informieren und Einwilligung einholen. Bitte vor Rollout unabhängige Rechtsberatung einholen.
Video: „Time Tracking vs Live Screen Monitoring - What’s the Difference and What Do You Really See“.
Zeiterfassung und Live-Screen-Monitoring sind keine „Gegner“ — sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Wenn du Abrechnung, Auslastung, Budgets brauchst, starte mit Zeiterfassung. Wenn du operative Sichtbarkeit willst (Training, QA, Support, Incident-Kontext), ist Live-View oft der schnellere Weg. In vielen KMUs ist die beste Antwort ein schlankes Hybrid.
Finaler Reminder (keine Rechtsberatung): Monitoring ist rechtlich sensibel und hängt von Land und Use Case ab. Bitte unabhängige Rechtsberatung einholen und Policies/Transparenz/Zugriffskontrollen implementieren.
Wolfeye ist Monitoring-Software. Jeder Einsatz muss mit den Gesetzen und Vorschriften in allen relevanten Ländern, deiner Branche und deinem konkreten Use Case übereinstimmen (z.B. Schulung, Qualitätssicherung oder Sicherheit). In vielen Jurisdiktionen hängt die Zulässigkeit u.a. von vorheriger Information der Nutzer und Einwilligung ab. Dieser Beitrag und das eingebettete Video dienen nur der allgemeinen technischen und organisatorischen Information und stellen keine Rechtsberatung und keine Zusage zur rechtlichen Zulässigkeit dar.